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Stottern bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Hilfen für die Angehörigen und weitere Gesprächspartner: 

Die Kommunikation wird durch das Stottern im Alltag stark beeinträchtigt. Häufig weiß man nicht, wie man sich im Gespräch verhalten soll. Meist ist der offene Umgang mit Ihren Unsicherheiten die beste Hilfe. Fragen Sie den Betroffenen wie Sie reagieren sollen. Sprechen Sie mit betroffenen Kindern, aber nur darüber, wenn diesen das Stottern bewusst ist. 

Hier erhalten Sie einige Hilfen, um sich im Gespräch sicherer zu verhalten:

  • Sprechen Sie Ihre Schwierigkeiten dem erwachsenen Stottere gegenüber offen an und vereinbaren Sie mit dem Betroffenen wie Sie reagieren sollen und eventuell helfen können. 
  • Unterbrechen Sie den Betroffenen nicht- lassen Sie ihm Zeit und lassen Sie ihn seine Äußerungen trotz der Symptome beenden.
  • Nehmen sie dem Betroffenen das Sprechen nicht grundsätzlich ab, auch wenn Sie es Gut meinen. Sie helfen hierdurch nicht.
  • Halten sie Blickkontakt aber bestehen Sie nicht auf diesen. 
  • Schaffen Sie Ruhe im Gespräch!
  • Zweiergespräche sind häufig leichter als Gruppengespräche!
  • Achten Sie nur auf den Inhalt des Gesagten und sehen Sie über die Form hinweg!
  • Ermutigen Sie den Betroffenen zur Beteiligung am Gespräch! 
  • Finden Sie in der Schule alternativen zur mündlichen Mitarbeit!

Hilfen für Eltern bei kindlichem Stottern: 

Eltern leiden sehr mit ihren Kindern, wenn Sie Stottersymptome beobachten. Sie versuchen ihren Kindern dann zu helfen und fühlen sich häufig machtlos. Die unten aufgeführten Hilfestellungen erfordern von Ihnen viel Geduld und Selbstbeherrschung. 

Die folgende Hinweise können Ihnen im Alltag helfen, wir beraten Sie aber auch gerne persönlich: 

  • Reagieren sie nicht auf das Stottern!
  • Lassen Sie ihr Kind aussprechen, unterbrechen Sie es nicht und beenden sie keine Wörter oder Sätze für Ihr Kind! 
  • Nehmen sie Ihrem Kind das Sprechen nicht grundsätzlich ab!
  • Lassen Sie sich Ihre Bedenken und Beobachtungen nicht anmerken! Sobald Ihr Kind ein Störungsbewusstsein entwickelt, ist das Risiko hoch, dass sich daraus eine ausgeprägte Stottersymptomatik entwickelt! 
  • Hören Sie Ihrem Kind geduldig zu! 
  • Schaffen Sie Dialogsituationen ohne Zeitdruck! 
  • Haben Sie Geduld bis Ihr Kind seine Gedanken strukturiert und die passenden Worte gefunden hat. Insbesondere bei starken Emotionen (Freude, Wut o.ä.) kann dies etwas dauern und zu Stottersymptomen führen. 
  • Zeigen Sie Freude am Dialog! 
  • Achten Sie auf die Anzahl der flüssigen Sprache- Ihr Kind spricht viel mehr Wörter flüssig als das es Wörter stottert. 
  • Fördern Sie den Wortschatz und die Satzbildung Ihres Kindes aber überfordern Sie hierbei nicht! 
  • Passen Sie Ihre Satzlänge, Ihren Wortschatz und Ihr Sprechtempo dem Entwicklungsstand Ihres Kindes an- seien Sie immer nur einen kleinen Entwicklungsschritt voraur, damit es sich weiter entwickeln kann.
  • Korrigieren Sie nicht direkt- Greifen Sie die kindliche Äußerung auf und geben Sie diese noch einmal flüssig wieder. Hierbei erfolgt keine direkte Korrektur, sondern die Äußerung fließt in das Gespräch ein. 
  • Fördern Sie die kindliche Sprachentwicklung weiterhin- begleiten Sie Handlungen sprachlich! 
  • Stellen sie offene Fragen! Ihrem Kind es es so möglich frei zu antworten, Sätze zu bilden und  die Artikulationsbewegungen und gedankliche Strukturierung zu üben. 
  • Ermutigen Sie Ihr Kind zum Dialog- Greifen Sie die Äußerungen Ihres Kindes auf und fragen sie interessiert nach. 
  • Loben Sie Ihr Kind häufig und bestätigen Sie es in seinem allgemeinen Tun! 
  • Heben Sie seine Stärken im Alltag hervor! 
  • Ermöglichen Sie ihm im Altag Erfolgserlebnisse unabhängig von der Sprache, so dass Ihr Kind Selbstbewusstsein entwickelt.

 

Weitere Informationen finde Sie auf dieser Seite unter folgenden Punkten: 

Ausführliche Darstellung des Störungsbildes "Stottern"

Ausführliche Darstellung des Störungsbildes Sprachentwicklungsstörung 

 

 

 

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